Nach den nicht immer spannenden Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 hat es Uruguay als einziges südamerikanisches Land geschafft, ins Halbfinale einzuziehen. Fast sah es so aus, als würden die Ghanaern den Sieg davon tragen. In der Nachspielzeit der Verlängerung wehrt der Uruguayer Luis Suárez einen Kopfball von Adiyiah aus kurzer Distanz ab. Leider nicht wie zulässig mit Kopf, Oberkörper oder Beinen sondern wie ein Torwart mit den Händen. Was folgt ist eine rote Karte für ihn und ein 11-Meter-Freistoß für Ghana. Die Spannung ist riesig, die Verantwortung von Asamoah Gyan, dem Ausführer des Freistoßes, noch größer, das Spiel nun mit einem 1:0 zu beenden. Unglaublich der Moment, als ihm der Schuss misslingt und beide Mannschaften sich zum gemeinsamen Elfmeterschießen wenige Minuten später wiedertreffen. Am Ende gewinnt Uruguay mit 4:2 gegen Ghana im Elfmeterschießen.
War das ein fairer, verdienter Sieg? Sicher nicht! Wäre es umgedreht gewesen, hätten die Diskussionen der Uruguayer über dieses Faul-Siel nicht aufgehört, so ungerecht behandelt hätten sie sich gefühlt. Aber so war es nicht und stattdessen rühmt man sich nun, wie einst schon Diego Maradona, mit der neuen „Hand Gottes“.
Und während die Ghanaern und ganz Afrika darüber trauern, dass ihnen das Halbfinale erneut verwehrt bleibt, feiern die Menschen in Uruguay die Tatsache, noch vor Argentinien und Brasilien unter den vier besten Mannschaften der Welt zu sein.
Aber was ist Uruguay für ein Land, wo liegt es genau und gibt es etwas Besonderes in der Stadt, aus der Luis Suárez kommt? Diesen Fragen möchte ich mit einem kurzen Beitrag ein wenig auf den Grund gehen.